Na ja, in der Schweiz ist in Diskussion die Ehe für alle mit allen Rechten und Pflichten. Damit verbunden ist auch die Frage von Kinder adoptieren, und Kinder gemeinsam zu haben. Und Letzteres heisst dann eben auch Samenspende für alle möglichen Formen von Paaren. Mir kommt all dies sehr eigen vor. Dass verschiedene Formen von Partnerschaften gelebt werden ist das eine. Denn dies ist der Entscheid von den jeweiligen Eltern. Doch wenn es um Kinder geht, kommt eine Person hinzu, die nicht mitreden kann.

Persönlich frage ich mich dabei, was denn hier wirklich im Zentrum ist und was die Aufgabe eines christlichen Staates ist. Um welche Frage geht es denn hierin:

a. Was will ich? Was mache ich hier in der Welt? Was will ich zu meinem Wohle?

b. Was will mein Gegenüber, das mir anvertraut ist? Was ist zum Wohle des anderen?

Mir persönlich kommt das Ganze wie Eigeninteresse vor: Wenn ich ein Kind will, muss ich es haben. Ich bestimme den Zeitpunkt, und die Kombination aus welchem Ei und welchem Samen. Es muss mir entsprechen. Es ist mein Interesse. So werden Kinder in die Welt gestellt und es grenzt an "Produktion".

Gleichzeitig werden in der Schweiz x Kinder abgetrieben, x Kinder in Kinderheime abgegeben. Wir haben Flüchtlingskinder, die keine Eltern haben und allein gelassen werden.

Warum wird nicht zuerst hier geschaut? Sicherlich, diese Kinder sind oftmals keine Babys mehr und darum für den "freien Markt" nicht mehr so interessant" - oder es wird ihnen eben ein Leben gar nicht ermöglicht, weil sie zum falschen Zeitpunkt gezeugt wurden.

Warum wird in der Schweiz das Adoptionsrecht, das Recht für Pflegeeltern nicht zuerst bereinigt und angepasst?

Wenn Sie sich fragen, warum meine Bemerkungen: In der Ukraine warten mehr als 120 Babys auf ihre Eltern, die sie "bestellt" haben. Infolge Corona weiss niemand ob die Kinder je zu den AuftragsgeberInnen gelangen, und wenn sie dann doch hinkommen ob sie noch genommen werden - weil sie eben schon älter geworden sind. 

Was ist im Zentrum: ICH und mein Wohl, oder das Wohl der Kinder?

Leben wir wirklich in einer christlichen Gesellschaft?

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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