In den letzten Tagen/Wochen wurde des Öfteren sehr negativ über das Bistum Chur berichtet. Und es werden auch eigenartige Thesen aufgestellt, warum es so schlimm im Bistum Chur ist. 

Seit 32 Jahren bin ich Priester dieses Bistums und ich habe in dieser Zeit Vieles erlebt und durchlebt. Etliches ist dabei nicht einfach zu verdauen und zu verarbeiten und gleichzeitig die Gläubigen und in der Seelsorge tätigen Personen zu motivieren und auf dem Weg in die Zukunft weiter zu gehen.

Darum frage ich mich auch, ob ich es mir wirklich gefallen lassen muss, dass mein Bistum so schlecht gemacht wird. Falsche Personalentscheidungen, Fehler geschehen überall. Und wo Menschen sind und arbeiten, werden auch Fehler gemacht.

Und dann gibt es jenen grossen Teil, der in der Bistumsfrage einfach nicht mehr wahrgenommen werden will:

a. Die Synodes '72 des Bistums Chur mit seinen zukunftsausgerichteten Gedanken

b. die vielen lebendigen Pfarreien

c. die aktiven Angestellten

d. die vielen Ehrenamtlichen

e. die vielen Freiwilligen

f. die vielen Gruppierungen, Institutionen

g. usw.

Wie viel leisten die verschiedensten Personen in unserem Bistum für die Glaubensgemeinschaft und das Gemeinwohl? Wer würde all dies machen, wenn es nicht von diesen Engagierten umgesetzt würde?
Unser Bistum Chur ist lebendiger als Viele es darstellen wollen
- doch in den Medien ist "eine gute Nachricht, keine Nachricht". Eine schlechte Nachricht ist jedoch eine grosse Geschichte mit riesigen Schlagzeilen und Fortsetzungsgarantie - und Auflagengarantie.

Vielleicht ist es an der Zeit von allen Seiten sich dessen wieder bewusst zu werden und nicht immer das Haar in der Suppe zu suchen.
Vielleicht ist es an der Zeit vom Positiven zu reden, was unsere Glaubensgemeinschaft bewirkt und ermöglicht aus dem Glauben an den Schöpfergott.
Vielleicht ist es an der Zeit auch verschiedene Meinungen zum Tragen kommen zu lassen.
Vielleicht ist es an der Zeit vom "hohen Ross des Besserwissens" herunterzukommen

Vielleicht ist es an der Zeit wieder das Gesamte zu sehen und nicht das Detail unter dem Mikroskop.

Gott schenkt uns die Beziehung zu ihm als Hilfe auf unserem Lebensweg.
Hierzu schenkt er uns seine Nähe, seine Worte, seine Liebe - im Gebet, in den Mitmenschen, in der Bibel, in den Sakramenten. Und alle kirchlichen Amtsträger haben die Aufgabe hierin fördernd tätig zu sein.

Erschweren wir Gott nicht seine Hilfestellung an uns. Erleichtern wir es ihm, indem wir ihm nachfolgen und dem Aufruf folgen: "MACHE ES WIE GOTT UND WERDE/SEI MENSCH" - vollkommen zu sein,verlangt er nicht von uns. Haben wir auch nicht diesen Anspruch entsprechend.

 

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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