Papst Franziskus hat veröffentlicht, dass er nochmals das Diakonat der Frau überprüfen lassen möchte und dann neu entscheiden.

Sicherlich kann man unterschiedlicher Auffassung sein über die Stellung der Frau in der christlichen Gemeinschaft im ersten Jahrhundert.

Doch die grosse Fragestellung ist einfach jene, ob man das Diakonat einführen will oder nicht. Denn die gesellschaftliche Situation des 21. Jahrhundert ist eine andere als im 1. Jahrhundert. Und die Kirche hat sich immer wieder auf die gesellschaftliche Situation eingelassen:

a. die verschiedenen Weihestufen
b. die Einführung des Pflichtzölibates
c. die Veränderungen in der Liturgie
d. die Formen der Sakramente mit den stärksten Veränderungen im Sakrament der Versöhnung
e. mit der Ausgestaltung der Patriarchate und dann der Hierarchie
f. mit dem Bewusstsein des allgemeinen Priestertums

Die Beweggründe für alle Veränderungen waren teils theologische, teils gesellschaftliche. Die einen Veränderungen wurden "freiwillig" umgesetzt in dem sie langsam gewachsen sind, und andere wurden fast "gezwungenermassen" realisiert.

All diesen Veränderungen ist jedoch gemeinsam, dass es keine Veränderung des Glaubens waren, sondern von verschiedenen Formen usw.

So bleibt die entscheidende Frage: Will die Kirche sich verändern und sich den geforderten Ansprüchen stellen und sich darauf einlassen? Will die Kirche wieder vorangehen und ihre Botschaft wirklich verbreiten oder zurückhalten.

Und ihre Botschaft ist 4-geteilt:

a. die Feier des Glaubens: Liturgie-Gottesdienst
b. die soziale Auswirkung des Glaubens: die Diakonie
c. die Verkündigung des Glaubens: das Martyrium
d. die Gemeinschaft des Glaubens: die Koinonia

 

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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