Das lange ersehnte Abschlussdokument der Amazonas-Synode ist erschienen. Die einen sind enttäuscht - andere hell begeistert.

Was viele dabei nicht realisieren: es ging in dieser Synode zuerst einmal nicht um die Frage der Ämter, sondern vielmehr um Fragestellungen der Region von Amazonien mit der Natur/Schöpfung und dem Sozialen. Wir in Westeuropa haben dies fast vergessen und den Blick nur geöffnet für die Frage der Ämter.

Liest man nun das ganze Dokument, das Sie unten mit dem Link finden, dann darf Erstaunliches festgestellt werden, das in vielen Kommentaren schlicht und einfach nicht genannt wird:

a. Die Frage des Diakonates der Frau wird nicht angesprochen
b. Das Pflichtzölibat wird nicht erwähnt

In Punkt 86 steht: "Es ist notwendig, dass der kirchliche Dienst so gestaltet wird, dass er einer größeren Häufigkeit der Eucharistiefeier dient, auch bei den Gemeinschaften, die ganz entlegen und verborgen sind. In Aparecida konnte man die Klage vieler Amazonasgemeinden hören, die » über lange Zeit die sonntägliche Eucharistiefeier entbehren müssen «  Aber gleichzeitig werden Amtsträger gebraucht, die das Empfinden und die Kulturen des Amazonasgebietes von innen her verstehen können."

Weder kann man aus diesem Dokument ein NEIN oder ein JA zum Frauendiakonat herauslesen. Es ist auch nicht hineininterpretierbar ein JA oder NEIN zur Abschaffung des Pflichtzölibates oder der Viri Probati (Das Zölibat an sich, steht eh nicht zur Diskussion) .

Mir persönlich kommt dieses synodale Schreiben "QUERIDA AMAZONIA" vor, wie wenn Papst Franziskus im Bereich der Ämterfrage die Basis schaffen möchte für eine grundlegende Diskussion mit einer weltweiten Synode zu den Ämtern. - Es wäre schön, wenn mein Gedanke Realität würde.

Hier das ganze Dokument von Papst Franziskus in deutscher Sprache:

Abschlussdokument Amazonas-Synode

Es lohnt sich das ganze Dokument zu lesen. Die nächste Bischofssynode findet im Herbst 2022 statt.

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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