Die Amazonassynode in Rom hat begonnen und viele Menschen haben sehr hohe Erwartungen an diese Versammlung. Es sind dies Erwartungen, die natürlich auch durch das Arbeitspapier gesetzt worden sind und vieler Fragen Antworten erwarten.

Sicherlich geht es in dieser Versammlung auch um die verschiedensten regionalen Fragestellungen wie der indogenen Völker in diesem Gebiet. Doch gibt es auch jene Fragen, die die ganze Weltkirche betreffen.

Dabei sind zuerst einmal zwei wesentliche Vorbemerkungen festzuhalten:

a. Es darf über alles geredet und diskutiert werden! - Dies ist gar keine Selbstverständlichkeit, da es doch auch über Jahrzehnte die Hinweise gab, dass bestimmte Fragen abschliessend geklärt seien oder darüber nicht diskutiert werden dürfe.
Es ist dies schon ein riesiger Fortschritt

b. Mit dem unter Punkt a. Festgehaltenem wird aber auch ersichtlich, dass eben alle verschiedenen Meinungen in der Kirche zur Sprache kommen - und wenn der Papst hierzu einlädt, heisst es eben auch für ihn verschiedene Meinungen anhören zu müssen/dürfen. Ein Sachverhalt, den nicht viele Päpste vor ihm akzeptiert hätten.

Und dann kommen wir eben auch zu ein paar bemerkenswerten Aussagen. Und für mich eine der wichtigsten hierbei ist die Aussage von Bischof Kräutler auf die viri probati und das Pflichtzölibat angesprochen. Seine Antwort war sinngemäss: es geht in erster Linie nicht um das Zölibat, sondern es geht um die Frage der Eucharistie. Wenn Sie die Quelle des Glaubens ist, wie können wir den Zugang dazu den Menschen so erschweren, dass er nur 1-2x im Jahr möglich ist?
Weitergesprochen heisst dies dann auch in der Frage der Stellung der Frau.

In dieser Aussage wird offensichtlich formuliert, dass die katholische Kirche acht geben muss, dass sie wegen Festhaltens an Punkt x nicht das Wesentliche des Glaubensinhaltes zerstört oder den Gläubigen verweigert.

Steht das Pflichtzölibat über den Sakramenten? Steht die Ordinationszulassung über dem Empfang der Sakramente?

Das Wesentliche rückt wieder ins Zentrum! Welche Freude!

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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