Wenn im Oktober 2019 in der Amazonassynode geredet wird, kommt auch das Thema auf von den mangelnden SeelsorgerInnen. Oftmals heisst es dann, dass etwas verändert werden solle, weil die Leute manchmal nur 1x im Jahr die Eucharistie empfangen können.

Die Reduzierung auf die Eucharistie lässt dabei vergessen, dass es noch andere Sakramente gibt und auch diese nicht gespendet werden können infolge der Ämterfrage. Nehmen wir hierfür die beiden Sakramente der Versöhnung und der Krankensalbung.

Gerade bei Ihnen beiden wird die Frage deutlich: hat die Kirche das Recht den Gläubigen die Sakramente zu verweigern? Wo bleibt die Barmherzigkeit der Kirche in der Vergebung und Lossprechung und im Beistand in der Krankheit?

Als ich noch jung war, hiess es: für das Seelenheil ist die regelmässige Beichte wichtig und die damals "Letzte Ölung* musste man vor dem Sterben erhalten - viele Autofahrer hatten deshalb auf ihrem Auto den Aufkleber, dass sie bei einem Unfall einen Priester wollten. Und heute? Vielen Menschen können diese Sakramente gar nicht mehr gespendet werden, weil die Spender fehlen. Es fehlt nicht Gott und seine Gnade - es fehlen die Spender, die diese Gnade vermitteln. Und dies ist von Menschenhand gemacht.

Vielleicht fragen wir uns wirklich, was wichtig ist: die bisherige Strukur, die noch nicht mal 1000 Jahre alt ist, die Machterhaltung mit der Sonderstellung oder die Gnade Gottes und die Hilfe Gottes?

 

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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