Haben Sie sich auch schon Gedanken gemacht über Ihren eigenen Tod und die Beerdigung? Wenn Nein, dann ist es höchste Zeit. Der Tod gehört zu unserem Leben und ist - so paradox es tönt - lebensnotwendig.

So machen Sie doch auch Gedanken über die Beerdigung! Sich über die Beerdigung Gedanken machen, heisst sich mit dem eigenen Leben auseinandersetzen.

Sollten Sie sich über die Form Gedanken machen, dann sagen viele Personen, dass dies irgendwann entschieden werden kann. Wir SeelsorgerInnen machen dann allerdings die Erfahrung, dass von den Angehörigen oftmals der Entscheid gefällt werden muss. Und dann heisst es: XY ist gestorben, wir beerdigen dann in 2-8 Wochen - was ja dank der Urnenkremation möglich ist.
Andere sagen: wir bestatten nicht auf dem Friedhof, andere wiederum lassen die Asche zu einem Diamenten verarbeiten, nehmen die Asche zu sich nach Hause usw...

Für den Trauerprozess ist es nicht gut, wenn die Beerdigung nach 4-8 Wochen stattfindet. Der Trauerprozess kann in einem wesentlichen Punkt nicht abgeschlossen werden.

Die Urne Zuhause oder gar die Asche als Diamant um den Hals, sie verunmöglichen das Loslassen und zertören den Trauerprozess.

Und das Verstreuen irgendwo - es nimmt keine Rücksicht auf die Angehörigen, die einen Platz brauchen.

Und noch dies: Für eine verstorbenen Person sollten wir uns Zeit nehmen - auch wenn der Todesfall in den Ferien eintrat usw. - Für jegliche andere Ereignisse werden Ferien unterbrochen, aber für den Abschied vom Verstorbenen?????

Leben ist Einüben in den Tod. Beerdigung heisst Danksagung. Nehmen wir uns dafür Zeit - so wie wir uns für alles Wichtige sofort Zeit nehmen.

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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