Vielleicht haben Sie sich gefragt, warum eine Zeit lang kein Blogeintrag kam. Und ich darf Ihnen sagen, dass ich mal das SCHWEIGEN ausprobieren wollte. Und die Antwort auf diese Versuchsphase ist eine einfache.

SCHWEIGEN LOHNT SICH NICHT GEGENÜBER ÜBEL

Das alte Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" verliert seinen Stellenwert, wenn es um das Negative geht. Denn dann heisst Schweigen = Zustimmung. Es bedeutet zwar nicht Akzeptanz von etwas Negativem, aber es bedeutet Toleranz. Und kann es Toleranz gegenüber etwas Negativem geben? NEIN! Denn das Negative wächst dann nur weiter und wird indirekt stärker gemacht - und irgendwann hat man dann fast keine Chance mehr das Negative zu bekämpfen und stattdessen dem Positiven den Platz zu geben.

Und da stehen wir in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft: es ist dringend an der Zeit, dass proaktiv das Negative beim Namen genannt wird und daraus auch Konsequenzen gezogen werden. Konsequenzen indem auch Strukturen, Sachverhalte hinterfragt werden, die teils schon lange benannt und bekannt sind.

Es sträubt sich in mir Vieles dagegen, wenn bei der Aufarbeitung der sexuellen Missbräuche in der katholischen Kirche, in den Schulen, in den Vereinen, in den Familien - nur davon geredet wird, dass diese verarbeitet werden müssen und keine anderen Konsequenzen gezogen werden.

Die andere Konsequenz ist doch, dass wir uns verändern müssen, der Einzelne, das System, die Struktur, die Gruppe. Beginnen wir doch bei der Darstellung des Sexuellen und der sogenannten Freizügigkeit: warum muss jegliche Sexualität in den verschiedensten Medien in allen Formen dargestellt - und konsumiert werden? Ist es für die Handlung eines Filmes dermassen entscheidend, so wichtig für einen Zeitungsartikel, verkaufsfördernd in der Werbung? Sind Beziehungen und Liebe machbar durch Fernsehshows?

Müssen wir nicht wieder dahin kommen, dass der Mensch in seiner Ganzheit angesprochen wird und die verschiedensten Werte und der damit verbundene Respekt gepflegt wird?

Sehr hoffe ich, dass wir alle die nötigen Konsequenzen ziehen und nicht Schweigen. Wir auch Konsequenzen zum Ziele führen lassen, die auch grosse Veränderungen beinhalten.

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

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