In diesen Tagen haben 6 bekannte Persönlichkeiten der Schweiz offiziell den  Austritt aus der röm.kath. Kirche bekannt gegeben. Auch wenn ich den Entscheid akzeptiere und respektiere, finde ich ihn dennoch sehr bedauerlich und habe ich auch Mühe damit. Durch das Austreten erhalte ich keine Möglichkeit mehr mich einzusetzen und für verschiedene Änderungen und Zukunftsperspektiven Lösungsbeiträge zu geben.

Es erstaunt mich jedoch auch der Zeitpunkt, da dieser doch in eine Zeit fällt, wo Papst Franziskus mit den verschiedensten Schritten gerade das umsetzt, was der kirchlichen Leitung vorgeworfen wird nicht zu machen. Er hat Veränderungen begonnen und schon in die Wege geleitet. Wollen Sie Beispiele?
- es darf wieder über alles geredet und diskutiert werden: und es wird ausdrücklich gewünscht
- Die Pastoral vor Ort erhält wieder mehr Gewicht
- Das Aufräumen in der Vatikanbank ist fast zu Ende gebracht
- Die Weite der katholischen Kirche ist wieder vertreten in den verschiedensten Gremien
- Die erste Frau wurde in das höchste Kirchengericht berufen
- Der Verbot jeglicher Todesstrafe
- usw.

Klar, in den Schweizer Medien wird hierüber kaum berichtet. Da wird allzuoft und zu gerne "nur" auf dem negativen der Institution Kirche herumgehackt. Oder wann und wo lesen Sie von diesen Veränderungen?

Sicherlich kann Mann/Frau sich auch festlegen und sich stören an der Wortwahl oder Bilderwahl des Papstes bei Stellungnahmen. Nur muss dann auch hingeschaut werden, was wirklich gesagt wurde und nicht hineininterpretiert. Unabhängig davon, wie "Abtreibung" betitelt wird, ist die pastorale Aufgabe - und das wird von Papst Franziskus auch gesagt - ist es die Aufgabe allen zu helfen, die ein solches Ereignis (unabhängig aus welchen Gründen) hinter sich haben. Aber auch allen zu helfen, dass es nicht zu solchen Ereignissen kommt. Einer der christlichen Grundwerte liegt ja gerade im Schutz des Lebens.

Ja, und dann kommen wir eben wieder zum gleichen Anliegen, das ich des Öfteren schon eingefordert habe: das Reden von den positiven Seiten der Kirche und dies nicht verschweigen. Wir sind alle dazu eingeladen und den eigenen Beitrag zu geben. Wer weiss, vielleicht würden dann einige ihre Meinung über die Kirche, die im Dienste Gottes und des Menschen steht, sich ändern. - Aber eben, es ist "IN" negativ von der Kirche zu reden.

 

 

Carpe Diem

kurt vogtAuf diesen Seiten erstelle ich in loser Reihenfolge Blogeinträge zu Reisen, Gedanken oder zum Zeitgeschehen.

Es freut mich, wenn Sie regelmässig vorbei schauen und meine Gedanken und Berichte lesen.

Ihr Kurt Vogt
Pfarrer in der Pfarrei Schlieren

Zum Seitenanfang
JSN Blank template designed by JoomlaShine.com